Die Stadt Hoyerswerda liegt 55 km nordöstlich von Dresden entfernt im Zentrum der Lausitz.
Lange Zeit war Hoyerswerda ein beschauliches Ackerbürgerstädtchen, in dem Sorben und Deutsche nebeneinander lebten. In der Gründerzeit, mit dem Beginn des Zeitalters der Industrialisierung, gewann die Stadt wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung. Um 1905 lag die Einwohnerzahl bei rund 5000. Erste neuapostolische Christen zogen 1936 vom schlesischen Jauer nach Hoyerswerda. Der Gottesdienstbesuch erfolgte in der damaligen Stadt Lautawerk, das heutige Lauta. Ab Mitte der 1950-er Jahre wurde Hoyerswerda zur Wohnstadt für die Familien der Kohlekumpel und Energiearbeiter des Lausitzer Braunkohlereviers. Rund 30 Jahre später wohnten hier über 70 000 Menschen. Heute gibt es 31.700 Einwohner.
Berühmte Personen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen wie z.B. der Liedermacher Gerd Gundermann, die Schriftstellerin Brigitte Reimann und nicht zuletzt der Erfinder des ersten funktionstüchtigen Computers der Welt, Konrad Zuse.
Mit dem wachsen der Wohnstadt gab es auch eine rege Zuwanderung von neuapostolischen Christen. Im Januar 1952 wurde Hoyerswerda eine eigenständige Gemeinde. Die Gottesdienste wurden zunächst in einer Wohnung, dann in verschiedenen gemieteten Räumen gehalten. In diesen „Entwicklungsjahren“ wuchs die Gemeinde auf 140 Geschwister. Es entstand ein reges Gemeindeleben. Es wurde ein Chor und später eine 4-stimmige Flötengruppe gegründet. Die Kinder- und Jugendarbeit nahm Regional und Überregional Fahrt auf. Im Laufe der Jahre entstand immer mehr der Wunsch nach einem eigenen Kirchengebäude.
1988 wurde der Gemeinde ein Baugrundstück am Rande der Stadt angeboten. Erst einmal waren alle froh. Mit der „Wende“ kam vom damaligen neuen Bürgermeister die Aussage: „….eine Kirche gehört nicht an den Rand, sondern in das Zentrum einer Stadt“. Somit waren am 16. Mai 1992 alle Weichen gestellt für die Grundsteinlegung und im November des gleichen Jahres für die Einweihung unserer Kirche. Mitten im Wohngebiet der Neustadt von Hoyerswerda, wo auch viele unserer Geschwister wohnen. Zurzeit besuchen 50 Geschwister die Gottesdienste. Ein gemischter Chor, ein Frauen- Männer- und Kinderchor und eine Musikgruppe umrahmen unsere Gottesdienste. Wir haben eine Vorsonntagschule, eine Sonntagschule und eine Seniorengruppe. Die Jugend ist im Kirchensprengel „Lausitz“ integriert.
Seit diesem Jahr gehört die Gemeinde zum neu gegründeten Kirchenverbund der Gemeinden Spremberg/Weißwasser/Hoyerswerda unter der Leitung des Vorstehers Ev. Frank, Renault. Zwei Priester und zwei Diakone unterstützen den Vorsteher in der seelsorgerischen Arbeit. Unsere kranken Geschwister und wer möchte hat die Möglichkeit die Gottesdienste via Bild und Ton zu verfolgen.
Wir haben auch eine „Schuhkartongemeinde“ in Argentinien, in Buenos Aires. Neben dem regelmäßigen Austausch über das jeweilige Gemeindeleben waren auch Geschwister aus unserer Gemeinde 2018 zu einem Besuch in Buenos Aires.
Besonderen Kontakte pflegen wir zu unseren Nachbarn. Dazu gehört ein katholischer Kindergarten. Neben den ökumenischen Kontakten gibt es Besuche der Kinder in unserer Kirche, das Singen in einem gemeinsamen gemischten Chor anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kindergartens, aber auch das überbringen von kleinen Präsenten zu bestimmten festlichen Anlässen.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von unserem BAP Krause am 28.06.2022.