Gott, dir sei Dank! Ökumenisch-musikalische Andacht zum Erntedank

Unter dieser Überschrift fanden sich am Sonntag, den 13.10.24, in der katholischen Kirche der Pfarrei "Heilige Familie" in Hoyerswerda Christen der katholischen Kirche, des Apostelamtes Jesu Christi (AJC) und der Neuapostolischen Kirche (NAK) sowie viele Gäste zu einer ökumenisch-musikalischen Andacht ein. Anlass waren der Erntedank-Tag am 06.10.24 und der nun schon seit mehreren Jahren wachsende Austausch zwischen den drei christlichen Gemeinden.

In den einleitenden Worten ging Gastgeber Pfarrer Hoffmann (kath. Kirche) unter anderem auf die Freude ein, die schon die gemeinsame Vorbereitung in der Generalprobe den mitwirkenden Musikschaffenden und auch ihm persönlich am Vortag bereitet habe. Er freue sich auch über den geschwisterlichen Umgang miteinander bei der Organisation und Vorbereitung.  

In Liedern und Musikbeiträgen aus dem Repertoire der jeweils vortragenden Gemeinden wurde Gott gelobt und gepriesen, der Zuhörer an die Dankbarkeit erinnert, die er Gott entgegenbringen solle und die ganze versammelte Gemeinde dazu aufgerufen, das von Gott Empfangene weiter zu geben.  

Ungewohnt schön war wohl für viele Teilnehmer der Klang eines Mandolinen-Orchesters. Für besondere Bewegung sorgte auch ein neunköpfiger Kinderchor, der die Frage stellte: ”Hast du heute schon Danke gesagt?”.

Priester Kahle (AJC) ging im Predigtteil unter anderem auf die Entstehung des ökumenischen Zusammenseins ein, die mit der Einweihung der neuen Kuppel des Kirchenbaus seiner Gemeinde im Zusammenhang stehe. Beim Platzieren der neuen Dokumente in der Kirchturmspitze sah er mehrere Kirchtürme über den Dächern der Stadt, was ihn dazu bewegte, auf die anderen beteiligten Gemeinden zuzugehen. In mehreren Treffen eines kleinen Organisations-Teams wurde anschließend ein gemeinsames Programm für die ökumenisch-musikalische Andacht entwickelt. Gemeinde-Evangelist Renaud (NAK) wies darauf hin, dass es die Gemeinschaft stärke, nicht auf die Unterschiede zu sehen, sondern auf die Gemeinsamkeiten. Die größte Gemeinsamkeit sei Christus und das Kreuz. Pfarrer Hoffmann bemerkte dazu nach dem Konzert: “Andere suchen den kleinsten gemeinsamen Nenner, wir haben den größten gemeinsamen Nenner in Gott und Jesus Christus.” Er trug während der Andacht eine Meditation über einen Brunnen vor, dessen Geben nur deshalb nicht zur Last wird, weil er sich seiner Quelle bewusst isei. "Wenn sich Christen im Sinne dieses Brunnens auf die göttliche Quelle verließen, würde das Geben nicht schwerfallen", so der Pfarrer.

Beeindruckend war auch das gemeinsam gesprochene Vaterunser und der durch alle drei Geistlichen gemeinsam gespendete aaronitische Segen (nach 4. Mose 6, 24) zum Abschluss der Andacht.